Koffein-Espresso-Schokoladentrüffel

Schokolade ist weithin als Nervennahrung vom Feinsten bekannt. Eine Krönung der Schokoladenerzeugnisse sind Buttertrüffel, welche aber nicht ganz einfach in der Herstellung sind. Nervennahrung ist zwar schön und gut, aber wenn man müde wird, hilft es einem auch nicht, dass die Nerven genährt werden.

Deshalb habe ich im Dienste der Wissenschaft und meiner Schokoladenleidenschaft ein völlig neues Wundermittel entwickelt: Koffein-Espresso-Schokoladentrüffel!

Koffein-Espresso-Schokoladentrüffel

Die Zutaten für 60 Trüffel sind:

150g Schlagsahne
60g Vanillezucker
1 Prise Salz
450g Halbbitter Kuvertüre
100g Weiße Kuvertüre
250g Butter
8 Päckchen Instantespresso
8000mg Koffein (z.B. 40 Tabletten à 200mg)



Man braucht außerdem einen Spritzbeutel, Backpapier, eventuell Kakaopulver und mehrere Stunden Zeit. Die Sahne wird mit dem Zucker und dem Salz aufgekocht. Danach rührt man die dunkle Kuvertüre ein.

Die Koffeintabletten müssen zerkleinert werden. Dies ist nicht so ganz einfach, kann aber z.B. von einer Espressomühle auf dem feinsten Mahlgrad übernommen werden. Es ist dabei zu beachten, dass die Mühle nach dem Mahlen wieder ordentlich gereinigt wird, da sonst der normale Espresso mit Koffein verunreinigt werden könnte.

Leider mischen die Chemiker den Tabletten Bitterstoffe bei, damit sie nicht aus Versehen von Kindern gegessen werden. Diese Bitterstoffe machen sich in Trüffeln gar nicht gut und müssen überdeckt werden. Hierzu dient der Instantespresso.

Der Instantespresso und die gemahlenen Tabletten werden in die noch heiße und flüssige Schokoladenmasse eingerührt.

Danach wird laut meinem hier adaptierten Rezept Butter in einer Schüssel schaumig geschlagen (wie auch immer man das machen soll...). Die Butter wird dann unter die Schokomasse gehoben.

Nun kann man sich für eine Weile zurücklehnen und noch ein bis zwei Espresso trinken. Die Masse muss nämlich erst einmal abkühlen. Ich habe sie im Kühlschrank kühlen lassen und immer wieder umgerührt, um festzustellen, ab wann sie am Rand des Behältnis anbackt.

Wenn die Masse sämiger wird, kann man sie in einen Spritzbeutel füllen und am besten auf Backpapier verspritzen. Am Ende sollen aus der Masse 60 kleine Trüffel werden, was auf einem Backblech etwas eng werden könnte.



Auf dem Papier sollten die Trüffel nun auch wieder eine Weile abkühlen, damit sie fertig für den nächsten und kompliziertesten Schritt der Aktion sind. Die Trüffel müssen nun noch mit Kuvertüre überzogen werden, damit sie eine festere Außenschicht bekommen. Dazu wird nun die weiße Kuvertüre geschmolzen.



Die Trüffel müssen nun einzeln in die weiße Schokolade eingetaucht werden. Dabei ist es sehr wichtig, dass sie vorher relativ hart waren, da sie im Schokobad sofort wieder anfangen zu schmelzen.



Alternativ zu dem weißen Überzug kann man den Trüffeln auch einen dunklen Überzug geben und sie dann direkt aus dem Schokobad in Kakao wälzen.



Am Ende ihrer Entstehung müssen die Trüffel wieder einmal in den Kühlschrank, um dort genügend Festigkeit zu entwickeln, damit sie im Mund und nicht in der Hand schmelzen.

Der Koffeingehalt eines fertigen Trüffels liegt mit knapp 140mg über dem einer Dose Red Bull. Der Zuckergehalt wird sich wohl auch nicht deutlich darunter bewegen... Der Geschmack von Gummibärchen ist meiner Meinung nach aber eher etwas für kleine Kinder, während stilvolle Trüffel die gehobene Alternative für Erwachsene mit Niveau sind.

Allerdings sollte man bei dem Genuss etwas aufpassen, da wohl ab 500mg bei empfindlichen Menschen schon Symptome wie Angstzustände oder Herzprobleme auftreten können. Die Tageshöchstdosis eines Erwachsenen Menschens ist im Internet mit 2000mg angegeben. Aus eigener Erfahrung ist es jedoch etwas ganz anderes, ob man diese geballt in 30 Minuten oder über 24h verteilt zu sich nimmt.



Vorsicht: Wegen des hohen Koffeingehalts sollten diese Süßigkeiten nur von Geeks & Nerds (die viel Koffein gewöhnt sind) oder robusten, starken Männern genossen werden.

 
 
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