Stipendium für erbrachte Studienleistungen

Nach der Einführung der Studiengebühren gab es endlich wieder etwas mehr Geld in den Kassen der Universität. Natürlich war die Uni froh, nun einen lange gehegten Plan verwirklichen zu können: Ihre besonders lieben Studenten zu beschenken.

Nur, wer sind denn die besonders netten und guten Studenten? Am Besten fragt man einfach die Studenten selbst und dann werden sich die Richtigen schon melden.
Ein paar der Studenten taten dies, ich war dabei. Viele jedoch nicht, so dass in manchen Fächern weniger Stipendien verteilt wurden als möglich gewesen wären.

Von der Faktischen Seite aus betrachtet sah es so aus:
Die Universität plante, die "besten" 5% ihrer Studenten mit einem Stipendium finanziert aus den Studiengebühren auszustatten. Dieses einmalig ausgezahlte Stipendium hatte genau die Höhe der Studiengebühren für ein Semester. Man bekam diese also zurück.

Bewerben sollten/konnten sich alle Studenten der TU. Für meine Anmeldung benötigte ich die Note meines Vordiploms und ein Motivationsschreiben, warum ich in Braunschweig studiere. Nach 30 Minuten war die Anmeldung vollzogen und ein paar Wochen später das Geld auf meinem Konto.




Links der Präsident der TU: Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Jürgen Hesselbach.

Unten Prof. Dr. Bernhard Rumpe.

Die eröffnende Rede der Feierstunde hielt der Präsident der TU angesichts der Hitze in kurzen Hemdsärmeln.
Prof. Rumpe, bei dem ich zwei Wochen vorher gerade eine meiner Diplomprüfungen abgelegt hatte, gab einen kleinen Einblick in das Studentenleben und verlieh später die Urkunden an die InformatikerInnen.
Der Saal war bis oben hin gefüllt und weitere Leute standen in den Gängen sowie an den Wänden. Fenster gab es in dem Hörsaal keine und so wurde es nach einer Weile ziemlich stickig und heiß.
Insgesamt wurden Urkunden an 270 Studenten verliehen, die teilweise noch mehrer Leute als Begleitung mitgebracht hatten. Das ganze dauerte länger als zwei Stunden, die hauptsächlich im Aufrufen der Namen der Stipendiaten bestanden.

Die stipendierten InformatikerInnen

Viele der ausgezeichneten Informatiker kannte ich trotz des Umstandes, dass es sich um alle Semester handelte. Durch meine Unterstützung als "wissenschaftliche Hilfskraft in der Lehre" hatte ich einige von ihnen im Laufe der Jahre in meinen Übungsgruppen sitzen. Die "guten" Studenten kennt man sowieso eher, als die weniger auffälligen.


Die InformatikerInnen, die eine Stipendienurkunde verliehen bekamen.

Die Urkunde

Das Wichtigste an dem Stipendium ist, laut Herrn Hesselbach, die Ehre es bekommen zu haben. Diese Ehre beweist man bei einer Bewerbung am Besten mit einer hübschen Urkunde und einem Prägnanten Titel des Stipendiums, den man vielleicht sogar in seinen Lebenslauf schreibt.
Beide diese Punkte sind meiner Meinung nach leider noch verbesserungswürdig. Schreibe ich nun "Stipendium für erbrachte Studienleistungen" in meinen Lebenslauf? Na ja, wahrscheinlich schon.

Die unten abgebildete Urkunde wird jedoch ins Altpapier wandern, da sie einen Druckfehler enthält und noch einmal neu ausgeteilt werden muss. Auf allen Urkunden steht das falsche Semester (Sommersemester 2006 anstelle von 2007).


Eigentlich steht drauf, was das ist.

 
 
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