Von Moby Dick und den Sterntalern

„Es war einmal in einer Stadt im Zentrum der Wissenschaft [Braunschweig]. Nahe eines mächtigen Schlosses [ECE-Schlossarkarden würdig als gutes Märchenschloss]. Eines schönen Tages traf sich Sir Ringbert mit seinen getreuen Freunden dem Grafen Tim und seinem Begleiter dem tapferen Helden Simon um Essen zu gehen. Für ihre Verköstigung wählten sie Asia Haiky und schritten mit ihrem Mahl in die wunderschöne Sommersonne, die den Brunnen vor dem Schloss prächtig glänzen ließ. Nach Speis und Trank [Nudeln/Reis aus Pappschachteln und Cola aus Dosen] sinnierten die drei über aktuelle Entwicklungen. Sie planten nach einer kurzen Rast am Rand des Brunnens weiter zu ziehen zum Starbucks Cafe. Sir Ringbert ließ sich durch das Plätschern des Wassers von seinen Träumen hinreißen. Es sollte zu Starbucks gehen: Starbucks gegründet 1971 im alten Hafen von Seattle erhielt seinen Namen von dem treuen Steuermann aus Moby Dick. Zur See fahren. Davon träumte nun auch Sir Ringbert. Mit etwas handwerklichem Geschick konstruierte er einen mächtigen Zweimaster, den er zu Wasser ließ [Pappschachtel aus dem Asia Imbiss mit den Stäbchen als Masten]. Sir Ringbert wollte dieses achte Weltmeer überqueren. Seine Gefährten Tim und Simon lachten ihn aus. Aber das hatte man ja mit Columbus auch getan. In Sir Ringberts Lungen entstand ein großer Sturm der das Schiff auf den richtigen Weg lenkte.
Doch da! Der Atem reichte nicht aus, um das Meer zu überqueren
[nun schwamm ein Haufen Müll im Brunnen].



Sir Ringbert zögerte nicht, er wusste was zu tun war. Behemde entledigte er sich seiner unteren Beinkleider
[Schuhe und Socken] und brach auf, um das Schiff sicher an Land zu bringen.“



An dieser Stelle lieber Leser hätte das Märchen schon fast vorbei sein können. Aber es passierte noch mehr an diesem Tag. Unsere drei Helden wollten ja immer noch zu Starbucks und wie wir alle wissen ist Starbucks englisch; auf deutsch heißt es soviel wie Stern Dollar also Sterntaler!

„Sicher und zielstrebig steuerte Sir Ringbert sein Schiff zum gegenüberliegenden Ufer [bis zu den Knien im Wasser und den Kopf möglichst nah an der Wasseroberfläche zum Pusten].



Da plötzlich offenbarte sich ihm ein Wunder. Wie im Märchen von den Sterntalern, blitzte und blinkte es nur so um ihn herum. Der ganze Boden war voller Reichtümer. Taler, Euros, unzählige Münzen lagen dort um seine Füße herum. Sir Ringbert begann die Schätze zu heben und zu seinen treuen Gefährten ans Ufer zu bringen.



Die Reichtümer häuften sich und man wurde auf ihn aufmerksam: „Mama, was macht der Mann da?“, „Lasst mich auch reingehen. Ich will auch Geld sammeln!“ Aber die strengen Eltern verwährten es ihren Kinder sich an der Schatzsuche zu beteiligen. Sir Ringbert blieb der Einzige, der sich an den Schätzen bereichern konnte. Doch es erzürnte die Götter. Sie wollten dem edlen Ritter seinen Reichtum nicht gönnen. Gemeinsam schmiedeten sie Pläne, ihn zu vertreiben. Sie ließen das Meer aufrühren. Gewaltige Flutwellen zwangen Sir Ringbert in die Flucht
[der sich dabei die Hose nass machte].“




Was war also geschehen? Es waren natürlich nicht die Götter, die mich aus dem Brunnen vor dem Schloss vertreiben wollten. Es waren vielmehr mehrere zeitgesteuerte Fontänen, die alle zehn Minuten ein kleines Wasserspiel abliefern.

Nachdem ich mit einer Serviette aus dem Asia Imbiss (leider hatte Tim nur noch eine übrig) abgetrocknet hatte gingen wir noch zu Starbucks und ich zahlte mit einer Hand voll rostiger und feuchter Münzen. Wechselgeld wollte ich keines. Die übriggebliebenen 23 Cent spendete ich der Kaffeekasse der Belegschaft. Das Zählen der Münzen hielt zwar zwei Mitarbeiterinnen eine Weile von der Arbeit ab, aber „Wer den Heller nicht ehrt, ...“

Und warum Sir Ringbert? Bei Starbucks wird nach der Bestellung anscheinend der Vorname auf den Bechern notiert, um die Leute dann aufrufen zu können. Als mich nun die Bedienung fragte, wie meine Name sei, war ich erst verwirrt und antwortete dann natürlich mit meinem Nachnamen. Für die Dame hinter dem Tresen muss sich Ringbert wohl eher als Ringert wie ein Vorname angehört haben. Tim und Simon haben sich total darüber lustig gemacht und wollen mich nur noch Ringbert nennen.



Vielen Dank an Tim für die super Fotos :-)

 
 
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