Wir sind im Museum!

Es begann alles mit einem einfachen Brief von der Stadt Hildesheim und etwas Verunsicherung, was denn nun genau passieren sollte.
Mittlerweile ist es klarer geworden. Das Stadtmuseum der Stadt Hildesheim organisiert eine Ausstellung mit dem Titel "Hildesheimer Jugend auf dem Weg in die Zukunft":

Auf dieser Ausstellung werden "Preisgekrönte Forschungsarbeiten der letzten 20 Jahre" ausgestellt.
Durch unser relativ erfolgreiches Projekt ABBA aus dem Jahr 2002 wurden auch Tim und ich gebeten, dieses Projekt und uns im Museum auszustellen. Die Ausstellung soll neben den prämierten Arbeiten auch zeigen, was aus den Preisträgern geworden ist.

Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten haben wir es dann doch noch geschafft, unsere Vitrine mit den nötigen Exponaten und Informationen auszustatten und Material wie unsere aktuellen Lebensläufe rechtzeitig einzureichen.

Die Vorarbeiten

Wichtige Vorarbeit für unseren Auftritt im Museum war das Beschaffen von Material, das ausgestellt werden konnte. Auf allen möglichen alten CDs, die wir noch auf unseren Schreibtischen und im Regal fanden, suchten wir die alten Dokumente und Programme zusammen. Für die Ausstellung wollten wir unsere Sicherheits und Verschlüsselungssoftware wenigstens wieder zum Laufen bekommen. Nach ein paar Stunden gaben wir jedoch auf. Das Suchen und Herunterladen der nötigen Biblitheken dauerte Ewigkeiten, das Einrichten der Chipakartenleserumgebung nahm auch eine Weile in Anspruch. Am Ende scheiterte es daran, dass wir keine fertig programmierte Chipkarte mehr fanden, mit der wir uns bei unserer Anwendung anmelden konnten.
Die Hauptattraktion an unserem Stand ist nun ein Video mit Fotos aus dem Leben von zwei erfolgreichen Jungforschern. Wir haben versucht, die Arbeitsathmosphäre und die Stimmung auf dem Wettbewerb mit allem drum herum einzufangen. Es ist jeder Eingeladen, sich unsere fast sechsminütige Videoshow im Museum anzusehen.

Das Fotoshooting


Irgendie macht es mich älter, wenn ich Hemd und Kravatte trage.

Das Museum benötigte von uns unter anderem aktuelle Fotos. Da wir kaum aktuelle Fotos von uns haben, die wir im Museum präsentieren können (Seriösitätsmangel), entschlossen wir uns, in einem Fotostudio solche anfertigen zu lassen.
Das ist gar nicht so einfach. Der erste Fehler, der uns unterlief, war unsere Unvorbereitetheit. Wir hatten uns keine Gedanken über Posen oder Acessoires gemacht. So kamen wir dort mit unseren Anzügen an und standen erst einmal viel zu steif und stoffelig auf der Bildfläche herum. Das Gesicht der Fotografin sprach Bände. Ich konnte mich überhaupt nicht richtig bewegen oder fotogen präsentieren. Sie regte sich auch noch darüber auf, dass ich viel zu unsicher sei und dauernd nachfragen würde. Aber wenn sie sagt: "Schieb mal die rechte Hand nach vorne." Dann ist das doch überhaupt nicht klar, was sie meint: auf das Knie? noch davor? Finger aufstellen? Knie umgreifen? Hand mit dem anderen Arm verdecken?

Ich glaube ich bin leider nicht zum Model geboren und dieses dämliche Grinsen, dass man zwei Minuten am Stück halten muss, kommt einem nach 30 Sekunden auch nur noch wie eine verkrampfte Grimasse vor.

Nach zwei Stunden sind wir endlich raus gewesen. Tim hat am nächsten Tag die Fotos ausgesucht, da ich schon Richtung Blassengrat unterwegs war.

Die Eröffnung

Am 23.03.2007 wurde die Ausstellung eröffnet. Um 18:00 Uhr trafen sich die Aussteller und geladene Gäste in der Hildesheimer Stadthalle, wo die üblichen Personen ihre Reden hielten. Ein Sponsoring fand (wie fast immer bei Jugend forscht) durch die Coca Cola AG statt. Der Ausschank begann leider erst nach einer Stunde Zuhören bei relativ schlechter Akustik in dem Raum.

Nach den Reden und der Cola führten Tim und ich unsere Familien/Freunde/Bekannten hinüber in die Ausstellungsräume und ließen sie unsere Vitrine begutachten. Wir erhielten eine sehr erheiterte Kritik, da sich Nina und Eileen sowie wenig später der ganze Rest über unser professionell gemachtes Foto lustig machte. Unseren Schwestern fiel nichts Besseres ein, als das Werk mit einem Hochzeitsfoto zu vergleichen. Man kann einen Teil des Fotos in der Vitrine auf dem nächsten Bild erkennen. Naja, es ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Vielleicht waren wir im falschen Studio. Oder die beiden Fotografen wollte sich bei uns rächen.

Wir machen unsere Fotos das nächste Mal besser selber. Es sei denn, wir werden doch noch heiraten. Aber dann haben wir ja schon das passende Foto.


Die "Macher" vor ihrer Vitrine, in der ihr Werk knapp 4 Monate bewundert werden kann.

 
 
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